Sukhothai - สุโขทัย
Sukhothai war die erste Hauptstadt des 1238 gegründeten siamesischen Königreichs und beendete die Herrschaft des Khmer-Reiches von Angkor Wat. 1991 wurde Sukhothai in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Anlage liegt etwa 300 km südlich von Chiang Mai. Mit dem Auto benötigt man rund fünf Stunden. Unterwegs sind mehrere Stopps möglich, insbesondere in Lampang zum Besuch des Tempels Wat Lampang Luang.
Sukhothai
Als Wiege des siamesischen Königreichs gilt Sukhothai als erste große königliche Hauptstadt Thailands und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die majestätischen Überreste erheben sich in einem weitläufigen, ruhigen archäologischen Park zwischen Teichen, Hügeln und Reisfeldern. Weniger besucht als andere historische Städte im Süden besticht Sukhothai durch Gelassenheit, historische Tiefe und subtile Schönheit.
Die erste Hauptstadt des Siam
Im 13. Jahrhundert gegründet, war Sukhothai die Hauptstadt des ersten unabhängigen thailändischen Königreichs unter der Herrschaft von Rama Khamhaeng, dem die Schaffung des thailändischen Alphabets zugeschrieben wird.
Diese Epoche markiert den Beginn eines eigenen Kunststils, sichtbar in der Architektur, den schlanken Buddha-Statuen und der harmonischen Anordnung der Tempelanlagen.
Der historische Park von Sukhothai
Das Gelände ist in mehrere Zonen unterteilt (Zentral-, Nord-, Westzone usw.), die alle bequem mit dem Fahrrad erreichbar sind:
- Wat Mahathat: zentraler, weitläufiger Tempel mit Wasserbecken – Symbol der Anlage.
- Wat Si Chum: berühmt für seinen riesigen sitzenden Buddha in einem schmalen Innenraum.
- Wat Sa Si: malerischer Tempel auf einer Insel, besonders fotogen bei Sonnenuntergang.
- Wat Saphan Hin: auf einem Hügel im Westen gelegen, mit Blick über die Ebene.
Alles ist gut erhalten und ermöglicht eine ruhige Besichtigung ohne großen Besucherandrang.
Eine kontemplative Erfahrung
Was in Sukhothai besonders auffällt, ist die Stille. Der Park wird oft allein mit dem Fahrrad erkundet – am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Fernab vom Trubel Bangkoks oder Ayutthayas lädt Sukhothai zu Meditation und langsamer Betrachtung ein.
Anreise und Aufenthalt
- Neue Stadt Sukhothai: Unterkünfte, Restaurants und Busbahnhof.
- Gute Anbindung per Bus von Chiang Mai, Phitsanulok oder Bangkok.
- Kombinierbar mit einem Besuch von Si Satchanalai, einer weiteren historischen Stätte in der Nähe.
Fazit
Sukhothai bedeutet eine Rückkehr zu den Ursprüngen des Siam – in einer ruhigen und majestätischen Umgebung. Ideal für Liebhaber von Geschichte, religiöser Kunst und entschleunigten Reisen abseits der Massen. Ein diskretes Juwel, das man nicht übersehen sollte.
Wat Mahathat – Tempel der Großen Reliquie (วัดมหาธาตุ)
Im Herzen des historischen Parks ist Wat Mahathat der größte und bedeutendste Tempel von Sukhothai. Charakteristisch sind die lotusknospenförmigen Chedis, eingestürzte Säulen und klassische Buddha-Statuen. Die Anlage veranschaulicht den Höhepunkt religiöser Kunst im 13. Jahrhundert.
Wat Si Sawaï – Ehemaliges brahmanisches Heiligtum (วัดศรีสวาย)
Bevor er ein buddhistischer Tempel wurde, war Wat Si Sawaï ein Vishnu geweihter Schrein, erkennbar an seinen drei Khmer-Prangs. Es zählt zu den ältesten Monumenten Sukhothais.
Wat Sa Si – Der Tempel des Heiligen Teiches (วัดสระศรี)
Auf einer Insel inmitten eines Teiches gelegen, bietet Wat Sa Si eine der schönsten Ansichten des Parks. Der elegante schreitende Buddha steht neben einem glockenförmigen Stupa.
Wat Si Chum – Der verborgene Buddha (วัดศรีชุม)
Ende des 14. Jahrhunderts erbaut, beherbergt dieser Tempel eine monumentale sitzende Buddha-Statue, die durch eine schmale Öffnung sichtbar ist und eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft.
Wat Saphan Hin – Der Tempel der Steinbrücke
Wat Saphan Hin liegt auf einem Hügel westlich der Altstadt. Über einen Lateritweg erreichbar, blickt der stehende Buddha majestätisch über die Ebene von Sukhothai.
Sureerat Restaurant – Eine lokale Adresse
Ein typisches thailändisches Restaurant mit herzlichem Empfang und ausgezeichneter Küche. Natürlich gibt es auch klimatisierte „touristische“ Restaurants – wir bevorzugen jedoch das Authentische.













